Bei Ninja Theory verlieren Mitarbeiter ihre Stellen oder müssen mit einer Entlassung rechnen. Die Berichte folgen auf gescheiterte Vereinbarungen zur Zukunft des Hellblade-Studios. Auch für das angekündigte Spiel Senua gibt es weiterhin keine Klarheit.
Mitarbeiter berichten über ihren Abschied
Journalist Chris Kerr machte auf entsprechende Beiträge bei LinkedIn aufmerksam. VGC überprüfte die Meldungen ebenfalls. Betroffen sind mehrere Bereiche der Entwicklung, darunter Programmierung, technische Grafik, Charaktergestaltung, Sound und Performance Capture.
Zu den genannten Mitarbeitern gehören Gameplay-Programmiererin Katrin Mair, Technical Director Loong-Wei Ding, Senior Technical Artist Matt Le-Fevre, Technical Artist Justin Pedersen, Principal Sound Designer Daniele Galante, Character Artist Pietro Berto, Sound Designer Matteo Tummino und Performance-Capture-Mitarbeiterin Xoe Subari. VGC nennt außerdem Technical Sound Designer Alessio Mellina. Die Beiträge beschreiben sowohl bereits beendete Arbeitsverhältnisse als auch drohende Stellenverluste.
Zwei Vereinbarungen zur Zukunft des Studios scheiterten
Xbox hatte bereits im September mitgeteilt, dass zwei Vereinbarungen für Ninja Theory nicht zustande gekommen seien. Matt Booty erklärte daraufhin, dass Gespräche mit den Beschäftigten über eine mögliche Schließung beginnen würden. Gleichzeitig wolle Microsoft weitere Möglichkeiten für die Zukunft des Studios prüfen.
Die aktuellen Mitarbeiterberichte zeigen nun konkrete Folgen dieser Situation. Eine endgültige Schließung von Ninja Theory wurde in den vorliegenden Meldungen jedoch nicht bestätigt.
Was passiert mit Senua?
Ungewiss bleibt die Zukunft von Senua, dem dritten Spiel der Hellblade-Reihe. Es wurde beim Xbox Games Showcase im Juni 2026 angekündigt und für 2027 vorgesehen. Eine offizielle Bestätigung, dass das Projekt eingestellt wurde, liegt in den Berichten nicht vor.
Katrin Mair beschreibt ihren Abschied nach vier Jahren als besonders schmerzhaft. Sie würdigt die Zusammenarbeit und das Engagement des Teams und bedauert, die gemeinsame Arbeit nicht abschließen zu können. Daraus lässt sich allerdings keine bestätigte Einstellung des Spiels ableiten: Ihre Aussage kann sich ebenso darauf beziehen, dass die betroffenen Mitarbeiter selbst nicht mehr an der Fertigstellung beteiligt sein werden.
Damit bleiben sowohl die Zukunft des Studios als auch die Fortsetzung der Hellblade-Reihe offen. Konkrete Angaben zum gesamten Umfang der Entlassungen stehen ebenfalls aus.