GTA 6: Rockstar verspricht ein völlig neues Alltagsleben in Vice City

GTA 6: Rockstar verspricht ein völlig neues Alltagsleben in Vice City

Mit Grand Theft Auto 6 möchte Rockstar Games die Grenzen zwischen klassischem Open-World-Gameplay und einer lebendigen Alltagssimulation weiter verschieben. In einem ausführlichen Interview mit dem Edge-Magazin erklären mehrere führende Entwickler, wie Spieler die Welt von Leonida künftig ganz nach ihren eigenen Vorstellungen erleben können – auch abseits von Verbrechen und Story-Missionen.

GTA 6 soll ein eigenes Leben in der Spielwelt ermöglichen

Aaron Garbut, Co-Studioleiter und Entwicklungschef bei Rockstar North, beschreibt eine Spielwelt, in der die Spieler selbst entscheiden, wie sie ihre Zeit verbringen. Statt ständig Missionen zu verfolgen, soll es beispielsweise möglich sein, gemütlich durch Geschäfte zu schlendern, Zigaretten oder Bier zu kaufen, mit dem Zug durch die Stadt zu fahren oder einen Club zu besuchen.

Garbut bringt die Philosophie hinter diesem Konzept mit einer bemerkenswerten Aussage auf den Punkt: Spieler sollen sich in GTA 6 praktisch ein eigenes Leben innerhalb der virtuellen Welt aufbauen können.

 

Dabei geht es nicht um eine klassische Lebenssimulation, sondern um die Freiheit, den eigenen Spielstil zu entwickeln und den Alltag in Vice City und dem umliegenden Bundesstaat Leonida zu gestalten.

Busse und Züge werden Teil des täglichen Lebens

Besonders viel Aufmerksamkeit widmet Rockstar dem öffentlichen Nahverkehr. Entwicklungsleiter Phil Hooker berichtet, dass er während seiner Testdurchläufe regelmäßig auf das eigene Auto verzichtet und stattdessen Busse nutzt.

Das Verkehrsnetz soll tatsächlich funktionieren und nicht lediglich als Kulisse dienen. Hooker beschäftigt sich intensiv mit den Busverbindungen und kennt nach eigenen Angaben mittlerweile sämtliche Routen auswendig.

 

Die Spieler sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, ihre Umgebung auch auf völlig unspektakuläre Weise kennenzulernen – beispielsweise bei einer Fahrt durch die Stadt, ohne dabei ein bestimmtes Missionsziel verfolgen zu müssen.

Mehr Rollenspiel, aber ohne lästige Verpflichtungen

Co-Studioleiter Rob Nelson betont, dass die zahlreichen Möglichkeiten nicht zu einer Belastung werden dürfen. Rockstar möchte vermeiden, dass Spieler mit zusätzlichen Spielmechaniken überfordert werden oder bestimmte Aktivitäten als lästige Pflicht empfinden.

Stattdessen sollen sie selbst herausfinden können, welche Beschäftigungen ihnen gefallen. Wer lieber die Handlung verfolgt, soll sich darauf konzentrieren können. Andere können dagegen mehr Zeit mit Erkundung, Freizeitaktivitäten und dem virtuellen Alltag verbringen.

Auch die Beziehung zwischen Jason und Lucia spielt dabei eine Rolle. Gemeinsame Unternehmungen wie Spaziergänge am Strand, Fahrradtouren, Fitnessstudio-Besuche oder Autofahrten können ihre Verbundenheit beeinflussen. Diese wird laut Edge auf einer vierstufigen Skala erfasst.

Rockstar setzt auf eine lebendige statt überladene Spielwelt

Die Aussagen verdeutlichen, dass Rockstar Games mit GTA 6 nicht einfach nur zusätzliche Nebenaktivitäten einführen möchte. Vielmehr sollen verschiedene Systeme ineinandergreifen und dafür sorgen, dass die offene Spielwelt auch unabhängig von der eigentlichen Geschichte interessant bleibt.

Allerdings bedeutet die größere Freiheit nicht, dass Spieler ihre kriminelle Laufbahn vollständig aufgeben und ein beliebiges alternatives Leben beginnen können. Die Geschichte von Jason und Lucia bleibt weiterhin der Mittelpunkt des Spiels.

Grand Theft Auto 6 erscheint nach aktuellem offiziellen Zeitplan am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S.

Quelle: Edge

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