Xbox: Hardwareumsatz bricht um 14 Prozent ein – Microsoft spricht von hoher Nachfrage

Xbox: Hardwareumsatz bricht um 14 Prozent ein – Microsoft spricht von hoher Nachfrage

Microsoft hat seine aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht und für die Xbox-Sparte erneut rückläufige Umsätze gemeldet. Besonders deutlich fällt der Rückgang beim Konsolengeschäft aus: Der Xbox-Hardwareumsatz sank um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig ging der gesamte Xbox-Umsatz um rund zwei Prozent zurück. Xbox-Chefin Asha Sharma sieht den Grund für die schwachen Hardwarezahlen allerdings nicht in einer mangelnden Nachfrage.

Xbox-Umsatz sinkt – Konsolenhardware besonders betroffen

Die Zahlen stammen aus Microsofts erstem Geschäftsquartal 2027, das am 30. September 2026 endete. Demnach erzielte die Xbox-Sparte einen Umsatz von rund 5,38 Milliarden US-Dollar. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch rund 5,51 Milliarden US-Dollar.

Auch bei Xbox-Inhalten und -Diensten, zu denen unter anderem Spieleverkäufe, der Xbox Game Pass und Cloud-Gaming-Angebote zählen, ging der Umsatz um zwei Prozent zurück. Laut Microsoft waren hierfür insbesondere schwächere Umsätze mit Drittanbieterinhalten und dem Xbox Game Pass verantwortlich. Wachstum bei eigenen Spielen konnte diese Entwicklung teilweise ausgleichen.

Deutlich stärker fiel der Rückgang bei der Hardware aus. Hier verzeichnete Microsoft ein Umsatzminus von 14 Prozent. Dabei handelt es sich ausdrücklich um den Umsatz mit Konsolenhardware und nicht um einen Rückgang der verkauften Konsolenstückzahlen.

Asha Sharma: Hohe Nachfrage trifft auf Lieferengpässe

Xbox-Chefin Asha Sharma äußerte sich zu den Geschäftszahlen und verwies auf die im Vergleich zum vorherigen Quartal verbesserte Entwicklung. Während der Xbox-Umsatz zuvor noch um zehn Prozent zurückgegangen war, beträgt das aktuelle Minus nur noch zwei Prozent.

Besonders interessant ist ihre Erklärung für den Rückgang bei der Konsolenhardware. Nach Angaben der Xbox-Chefin kann Microsoft die bestehende Nachfrage derzeit nicht vollständig bedienen. Es gebe mehr Nachfrage nach Konsolen, als verfügbare Geräte vorhanden seien.

 

Microsoft arbeite deshalb daran, zusätzliche Konsolen bereitzustellen. Dazu gehört unter anderem eine Ausweitung des eigenen Programms für generalüberholte Geräte.

Ob die Lieferengpässe tatsächlich den gesamten Rückgang beim Hardwareumsatz erklären, lässt sich anhand der veröffentlichten Zahlen allerdings nicht unabhängig feststellen.

Xbox-PC-Geschäft wächst zweistellig

Während die klassischen Konsolenumsätze unter Druck stehen, entwickelt sich das PC-Geschäft laut Sharma deutlich positiver. Die Umsätze der Xbox-PC-Plattform verzeichneten ein zweistelliges Wachstum.

Auch bei den eigenen Spielen hebt Microsoft positive Entwicklungen hervor. Unter anderem verweist das Unternehmen auf erfolgreiche Veröffentlichungen und starke Ergebnisse einzelner Marken.

Damit zeigt sich erneut, dass sich die verschiedenen Geschäftsbereiche von Xbox unterschiedlich entwickeln. Während die Konsolenhardware rückläufige Umsätze verzeichnet, gewinnt der PC-Bereich weiter an Bedeutung.

Microsoft insgesamt mit deutlichem Umsatzwachstum

Der Rückgang im Xbox-Geschäft steht im Kontrast zur allgemeinen Geschäftsentwicklung von Microsoft. Der Konzern steigerte seinen Gesamtumsatz im vergangenen Quartal um 19 Prozent auf rund 92,3 Milliarden US-Dollar.

Der Umsatz mit Microsoft Cloud stieg um 30 Prozent auf 63,9 Milliarden US-Dollar. Besonders deutlich wuchs der Azure-Bereich mit einem Plus von 48 Prozent.

Xbox bleibt damit zwar eine wichtige Marke im Microsoft-Konzern, entwickelt sich wirtschaftlich derzeit aber deutlich schwächer als die großen Cloud- und Unternehmensbereiche.

Wie geht es mit Xbox weiter?

Die aktuellen Quartalszahlen zeigen ein gemischtes Bild. Einerseits konnte Microsoft den Umsatzrückgang der Xbox-Sparte gegenüber dem vorherigen Quartal abschwächen. Andererseits bleibt die Entwicklung der Konsolenhardware mit einem Minus von 14 Prozent problematisch.

Entscheidend wird sein, ob Microsoft die von Asha Sharma beschriebenen Lieferengpässe beheben und die Nachfrage künftig besser bedienen kann. Gleichzeitig dürfte der PC-Bereich für das weitere Wachstum der Xbox-Marke eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob Xbox nach mehreren schwächeren Quartalen wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zurückkehren kann.

Quellen: Microsoft Investor Relations – Quartalsbericht Q1 FY2027 | Microsoft – Offizielle Geschäftskennzahlen | Asha Sharma – Offizieller X-Account

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