The Witcher 3 Remastered unter Beschuss: Neuer Grafikvergleich sorgt für Kritik

Nur wenige Tage vor der Veröffentlichung von The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered zeigt CD Projekt RED erstmals in einem direkten Vergleich, wie stark sich die überarbeitete Version optisch vom bisherigen Spiel unterscheidet. Doch der offizielle Side-by-Side-Vergleich löst nicht ausschließlich Begeisterung aus. Stattdessen diskutieren Fans darüber, ob die technisch modernisierte Fassung an einigen Stellen sogar Atmosphäre gegenüber dem Original einbüßt.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht ein kurzer Vergleichsclip, den der offizielle The Witcher-Account auf X veröffentlicht hat. Darin sind beide Versionen unmittelbar nebeneinander zu sehen.

Direkter Vergleich zwischen Original und Remastered

➡ Vergleichsvideo direkt auf X ansehen

Zu sehen ist Geralt von Riva in einem sumpfigen Gebiet, wo er sich mehreren Ertrunkenen stellt und unter anderem das Feuerzeichen Igni einsetzt. Durch die parallele Darstellung lassen sich Beleuchtung, Umgebung, Effekte und allgemeine Bildqualität unmittelbar miteinander vergleichen.

Die Remastered-Version zeigt dabei erwartungsgemäß eine technisch modernisierte Darstellung mit höherer Detailtreue und zeitgemäßeren Grafiktechnologien. Unter anderem sollen Reflexionen und verschiedene Effekte präziser dargestellt werden.

Doch genau dieser Vergleich sorgt aktuell für Diskussionen.

Fans vermissen die düstere Atmosphäre

Ein Teil der Reaktionen auf den veröffentlichten Clip fällt kritisch aus. Dabei geht es weniger um die reine Auflösung oder technische Bildqualität, sondern vor allem um die Atmosphäre der gezeigten Sumpflandschaft.

In der bisherigen Version von The Witcher 3 liegt deutlich sichtbarer Nebel über dem Gebiet. Dadurch wirkt die Landschaft geheimnisvoller, schmutziger und gefährlicher. Die Remastered-Version präsentiert dieselbe Umgebung im Vergleich wesentlich klarer und mit größerer Sichtweite.

Einige Spieler empfinden genau das als Nachteil. Die technisch sauberere Präsentation lasse die Szene ihrer Meinung nach weniger bedrohlich wirken und nehme dem Sumpf einen Teil seiner charakteristischen Stimmung.

Auch die Wasserreflexionen sorgen für Diskussionen

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Darstellung des Wassers. Im Vergleichsvideo setzt Geralt sein Igni-Zeichen ein und erzeugt unmittelbar vor sich eine große Feuerwand.

In den Reaktionen auf den Clip wird darauf hingewiesen, dass sich das intensive Feuer in der Remastered-Version scheinbar nicht entsprechend deutlich auf der Wasseroberfläche widerspiegelt. Gerade vor dem Hintergrund der technisch verbesserten Reflexionen fällt dieser Unterschied einigen Spielern besonders auf.

Die Reaktionen gehen teilweise sogar so weit, dass Nutzer scherzhaft fragen, ob CD Projekt RED beim Vergleich möglicherweise die Beschriftungen der beiden Fassungen vertauscht habe.

Ist der Vergleich überhaupt vollständig repräsentativ?

Allerdings gibt es einen wichtigen Punkt, der bei der Bewertung des kurzen Videos berücksichtigt werden sollte. Die unterschiedliche Darstellung des Nebels muss nicht zwangsläufig auf eine grundsätzliche Änderung der Remastered-Version zurückzuführen sein.

Tageszeit und dynamische Wettereffekte können in The Witcher 3 erheblichen Einfluss auf die Darstellung einer Umgebung haben. Es ist deshalb durchaus möglich, dass die beiden Aufnahmen unter leicht unterschiedlichen Bedingungen entstanden sind und der sichtbare Unterschied beim Nebel nicht permanent vorhanden sein wird.

 

Hinzu kommt, dass CD Projekt RED das gezeigte Material ausdrücklich als „Work in Progress“ kennzeichnet. Der aktuelle Stand soll dementsprechend noch nicht vollständig das endgültige Erscheinungsbild der fertigen Version repräsentieren.

The Witcher 3 Remastered erscheint am 29. September

Wie groß die Unterschiede am Ende tatsächlich ausfallen, können Spieler schon in wenigen Tagen selbst überprüfen. The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered erscheint am 29. September 2026.

Für Besitzer des bisherigen Spiels wird die überarbeitete Version auf qualifizierten Plattformen als kostenloses Upgrade angeboten. Das Remaster erscheint für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Darüber hinaus veröffentlicht CD Projekt RED eine native Version für die Nintendo Switch 2.

Auf PC wird The Witcher 3 im Zuge der Veröffentlichung außerdem erstmals über Battle.net angeboten.

Die neue Version soll nicht nur die Grafik modernisieren. CD Projekt RED verspricht auch Verbesserungen bei Performance, Gameplay, Charakterentwicklung und weiteren Bereichen.

Hearts of Stone und Blood and Wine ebenfalls enthalten

Besonders interessant für Besitzer des Grundspiels: Mit der Veröffentlichung des Remasters werden auch die beiden bisherigen Erweiterungen Hearts of Stone und Blood and Wine ohne zusätzliche Kosten verfügbar.

Beide Erweiterungen sind ebenfalls Bestandteil von The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered. Damit soll die Neuauflage zum umfangreichsten Gesamtpaket des mittlerweile mehr als elf Jahre alten Rollenspiels werden.

Remaster schafft Grundlage für Songs of the Past

Die technische Überarbeitung spielt zudem für die Zukunft von The Witcher 3 eine wichtige Rolle. 2027 kehrt Geralt mit The Witcher 3: Wild Hunt – Songs of the Past für eine komplett neue Erweiterung zurück.

Das gemeinsam mit Fool’s Theory entwickelte Abenteuer führt Spieler in die neue Region Letten und bringt neue Quests, Charaktere und Geheimnisse mit sich. Die technischen Verbesserungen des Remasters bilden dabei eine wichtige Grundlage für die kommende Erweiterung.

Bevor Geralt jedoch 2027 zu seinem nächsten großen Abenteuer aufbricht, dürfte sich am 29. September zunächst zeigen, wie das Remaster im direkten Spielbetrieb abschneidet – und ob die aktuell kritisierten Unterschiede tatsächlich auch in der finalen Version zu sehen sein werden.

Was sagt ihr zum direkten Vergleich? Gefällt euch die modernere und klarere Optik des Remasters oder besitzt die bisherige Version von The Witcher 3 für euch die bessere und düsterere Atmosphäre?

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