Jagex schlägt ein neues Kapitel für eine der langlebigsten MMORPG-Marken der Spielegeschichte auf. Mit RuneScape 4 befindet sich offiziell ein komplett neues RuneScape-MMORPG in Entwicklung. Das Projekt entsteht auf Basis der Unreal Engine und soll das bestehende RuneScape-Universum erweitern, anstatt eines der bisherigen Spiele zu ersetzen.
RuneScape 4 befindet sich offiziell in Entwicklung
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen von RuneScape hat Jagex bestätigt, dass das inzwischen vierte MMO des Studios in Entwicklung ist. Intern und vorläufig wird das Projekt als RuneScape 4 beziehungsweise RS4 bezeichnet.
Jagex betont allerdings ausdrücklich, dass sich das Spiel noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase befindet. Mit einer Veröffentlichung ist deshalb nicht in naher Zukunft zu rechnen. Nach Angaben des Studios liegt RuneScape 4 noch mehrere Jahre entfernt.
Trotz des frühen Entwicklungsstands habe man sich bewusst dazu entschieden, das Projekt bereits jetzt öffentlich zu machen. Die Community soll wesentlich früher als üblich in die Entwicklung eingebunden werden und künftig unter anderem durch Feedback und Tests Einfluss auf das Spiel nehmen.
Neues MMORPG entsteht mit Unreal Engine
Technisch wagt Jagex einen deutlichen Schritt nach vorne. RuneScape 4 wird mit der Unreal Engine entwickelt. Dabei möchte das Studio unter anderem auf Erfahrungen zurückgreifen, die während der Entwicklung von RuneScape: Dragonwilds gesammelt wurden.
Gleichzeitig sollen zentrale Prinzipien der RuneScape-Reihe erhalten bleiben. Dazu zählt Jagex insbesondere eine dauerhafte Charakterentwicklung sowie eine starke Einbindung der Community in die Weiterentwicklung des Spiels.
RuneScape 4 ersetzt die bisherigen Spiele nicht
Eine besonders wichtige Botschaft richtet Jagex an Spieler der bisherigen Titel: RuneScape 4 soll weder RuneScape noch Old School RuneScape oder RuneScape: Dragonwilds ersetzen.
Alle drei Spiele werden weiterhin von eigenen Teams betreut und sollen auch zukünftig neue Inhalte und Updates erhalten. RuneScape 4 wird stattdessen als eigenständiges zusätzliches Erlebnis innerhalb des wachsenden RuneScape-Universums entwickelt.
Spieler sollen damit künftig selbst entscheiden können, ob sie überwiegend einen einzelnen RuneScape-Titel spielen, zwischen verschiedenen Spielen wechseln oder erstmals über RuneScape 4 in die Welt von Gielinor einsteigen.
Die Reise beginnt in Ashenfall
Auch zum Schauplatz gibt es bereits erste konkrete Informationen. RuneScape 4 spielt erneut in Gielinor und ist zeitlich im sogenannten Sixth Age angesiedelt.
Das Abenteuer beginnt zunächst in Ashenfall. Die Region wurde erstmals in RuneScape: Dragonwilds erkundet und befindet sich nordöstlich von Gielinor.
RuneScape 4 spielt mehrere Jahre nach den Ereignissen von Dragonwilds und der Zerstörung der Drachenkönigin Kuldra. Seitdem ist Zeit vergangen und Ashenfall hat sich verändert.
Dabei soll die Region lediglich den Ausgangspunkt darstellen. Langfristig plant Jagex, die Welt deutlich zu erweitern. Neben neuen Gebieten sollen dabei auch bekannte Orte aus Gielinor zurückkehren.
Viele wichtige Fragen bleiben noch offen
Konkrete Angaben zu Plattformen, Accounts, einem möglichen Mitgliedschaftsmodell, Kampfsystem, Skills oder dem genauen Fortschrittssystem gibt es derzeit noch nicht.
Auch einen Veröffentlichungstermin nennt Jagex bewusst noch nicht. Nach aktuellem Stand befindet sich RuneScape 4 noch mehrere Jahre von seinem Release entfernt.
Im kommenden Jahr möchte das Studio allerdings deutlich mehr über die Spielwelt, die Entwickler, zentrale Gameplay-Systeme und die geplante Beteiligung der Community verraten.
Ein neues Kapitel nach 25 Jahren RuneScape
RuneScape startete ursprünglich als Java-basiertes Browserspiel und entwickelte sich innerhalb von 25 Jahren zu einer der bekanntesten und langlebigsten MMORPG-Marken überhaupt.
Mit RuneScape 4 möchte Jagex diese Geschichte nun weiterführen und gleichzeitig eine neue Generation von Spielern erreichen. Der Wechsel auf die Unreal Engine und die frühe Einbindung der Community machen deutlich, dass das Studio deutlich größer denkt als bei einem klassischen Nachfolger.
Bis Spieler selbst Hand an RuneScape 4 legen können, wird allerdings noch einige Zeit vergehen.
