Project Helix: Xbox plant offenbar mehrere Geräte für die nächste Generation

Project Helix: Xbox plant offenbar mehrere Geräte für die nächste Generation

Microsoft will mit der nächsten Xbox-Generation offenbar unterschiedliche Spielgewohnheiten abdecken. Laut einem Bericht von Windows Central hat Xbox-Chefin Asha Sharma bei einer internen Mitarbeiterversammlung über eine ganze Gerätefamilie rund um Project Helix gesprochen. Eine klassische Konsole soll dabei weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig sollen auch Spieler berücksichtigt werden, die unterwegs spielen möchten.

Eine Konsole bleibt im Mittelpunkt

Sharmas Begründung ist dem Bericht zufolge, dass ein einzelnes Gerät nicht zu allen Spielern passt. Microsoft wolle deshalb für die kommende Generation mehrere Geräte einplanen und zunächst eine überzeugende Konsole bieten. Einen Abschied von eigener Konsolenhardware beschreibt die Aussage damit ausdrücklich nicht.

Windows Central gibt an, ein Transkript der Versammlung erhalten und dessen Echtheit durch vertrauenswürdige Quellen überprüft zu haben. Die nun bekannt gewordenen Einzelheiten stammen dennoch aus einer internen Veranstaltung und sind keine öffentliche Vorstellung konkreter Produkte.

Microsoft will selbst Hardware bauen und mit Partnern zusammenarbeiten

Bei der Umsetzung soll es eine Arbeitsteilung geben: Bestimmte Geräte möchte Microsoft selbst herstellen, bei anderen mit Partnerunternehmen zusammenarbeiten. Welche Hersteller beteiligt sein könnten und welche Produkte sie übernehmen würden, geht aus den wiedergegebenen Aussagen nicht hervor.

 

Auch die Bemerkung zum Spielen unterwegs lässt Interpretationsspielraum. Sie deutet auf eine Rolle tragbarer Geräte hin, bestätigt aber weder einen eigenen Xbox-Handheld noch dessen technische Ausstattung. Sharma soll außerdem Fortschritte beim Betriebssystem hervorgehoben haben. Weitere Informationen sollen folgen, sobald die Planungen weiter vorangeschritten sind.

Die Gerätefamilie wurde bereits öffentlich angesprochen

Der grundsätzliche Ansatz ist allerdings nicht völlig neu. Bereits in einem BBC-Interview im August hatte Sharma erklärt, dass Xbox an einer nächsten Generation mit mehreren Geräten arbeitet. Damals stellte sie neben höherer Leistung auch Bezahlbarkeit und Effizienz als wichtige Aufgaben heraus.

Hintergrund sind unter anderem die schwierigen Bedingungen bei Hardwarekomponenten. Sharma verwies darauf, dass die Branche angesichts dieser Situation neue Lösungen finden müsse. Spieler sollten mehr Wahlmöglichkeiten erhalten, sowohl beim Spielen selbst als auch beim Kauf einer Konsole.

Außerdem bekräftigte sie in diesem Zusammenhang das Ziel, auf der kommenden Xbox neben Konsolenspielen auch PC-Spiele nutzen zu können. Wie die einzelnen Geräte dieses Konzept umsetzen und welche Unterschiede zwischen ihnen bestehen werden, wurde damit noch nicht festgelegt.

Ein günstigeres Modell ist damit noch nicht bestätigt

Eine Gerätefamilie könnte unterschiedliche Preisklassen oder Bauformen ermöglichen. Daraus lässt sich jedoch noch kein direkter Nachfolger für die Xbox Series S ableiten. Ebenso wenig steht damit fest, dass sämtliche geplanten Geräte gleichzeitig erscheinen oder dieselben Spiele auf dieselbe Weise ausführen werden.

Auch die Frage nach einem Disc-Laufwerk bleibt durch diese Aussagen unbeantwortet. Im BBC-Interview war Sharma nach diesem Punkt gefragt worden, ohne eine konkrete Zusage zu machen. Mehrere Geräte würden unterschiedliche Lösungen zwar grundsätzlich ermöglichen, eine entsprechende Produktplanung lässt sich daraus aber nicht ableiten.

Für Spieler zeichnet sich damit vor allem eine Richtung ab: Die nächste Xbox-Generation soll mehr Auswahl bieten und verschiedene Nutzungssituationen berücksichtigen. Welche Konsolen, tragbaren Geräte oder Partnerprodukte tatsächlich daraus entstehen, muss Microsoft erst noch konkret vorstellen.

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