NBA 2K27 im PC-Test: Stark auf dem Court – DLSS 5 beeindruckt, die Technik noch nicht ganz

Mit NBA 2K27 geht die wohl bekannteste Basketball-Simulation in die nächste Runde. Wie in nahezu jedem Jahr stellt sich dabei zunächst die Frage, ob Visual Concepts tatsächlich genügend verändert hat oder ob Spieler am Ende lediglich aktualisierte Kader und einige kleinere Anpassungen bekommen. Nach zahlreichen Partien lässt sich zumindest eines recht schnell feststellen: NBA 2K27 erfindet die Serie nicht neu, verbessert aber viele der Bereiche, die auf dem Court wirklich wichtig sind.

Vor allem die überarbeitete Defensive, zusätzliche Möglichkeiten in der Offensive und tausende neue Animationen sorgen dafür, dass sich NBA 2K27 auf dem Spielfeld noch authentischer anfühlt. Gleichzeitig wurde MyCAREER umfangreich erweitert und auch die Präsentation legt noch einmal eine Schippe drauf.

Besonders interessant ist in diesem Jahr allerdings auch die PC-Version. NBA 2K27 ist das erste offiziell veröffentlichte Spiel mit Nvidias DLSS 5 und dem neuen 3D-Guided Neural Rendering. Diesem Thema widmen wir uns später ausführlich. Zunächst geht es aber um die wichtigste Frage: Wie gut ist NBA 2K27 eigentlich als Basketballspiel?

NBA 2K27 setzt auf Evolution statt Revolution

Wer bereits NBA 2K26 oder einen der vorherigen Ableger gespielt hat, wird sich in NBA 2K27 innerhalb weniger Minuten zu Hause fühlen. Steuerung, grundlegender Spielaufbau und die typische Gewichtung zwischen Simulation und Zugänglichkeit bleiben erhalten.

Das ist allerdings keineswegs negativ gemeint. Visual Concepts hat das bekannte Fundament nicht unnötig auseinandergerissen, sondern an zahlreichen einzelnen Stellen nachgebessert. Viele dieser Veränderungen wirken für sich betrachtet zunächst klein, ergeben zusammengenommen aber ein merklich verbessertes Spielgefühl.

NBA 2K27 besitzt weiterhin die für die Serie typische Schwere. Große Center bewegen sich nicht plötzlich wie kleine Guards über das Feld, schnelle Richtungswechsel benötigen Platz und auch ein Drive zum Korb sollte vorbereitet sein. Wer einfach nur permanent sprintet und versucht, jeden Verteidiger frontal zu überwinden, wird schnell ausgebremst.

Gerade diese Unterschiede zwischen den Spielern gehören weiterhin zu den größten Stärken der Serie. Attribute sind nicht nur Zahlen in einem Menü. Größe, Gewicht, Geschwindigkeit, Beweglichkeit und individuelle Animationen beeinflussen unmittelbar, wie sich ein Spieler kontrollieren lässt.

Unser Eindruck: NBA 2K27 fühlt sich sofort vertraut an, wirkt auf dem Court aber an vielen Stellen kontrollierter und ausgereifter. Statt alles neu zu erfinden, verbessert Visual Concepts das vorhandene Fundament.

Die Defensive macht einen großen Schritt nach vorne

Eine der deutlichsten Verbesserungen findet sich in der Verteidigung. In vorherigen Ablegern konnte es immer wieder vorkommen, dass man eigentlich perfekt vor einem Angreifer stand und trotzdem kaum das Gefühl hatte, den anschließenden Wurf wirklich beeinflusst zu haben.

NBA 2K27 vermittelt hier deutlich mehr Kontrolle. Das überarbeitete Shot-Contest-System berücksichtigt genauer, aus welcher Position ein Verteidiger Druck auf den Werfer ausübt. Gleichzeitig wurden die Hands-Up-Defense, defensive Cutoffs und das Kollisionssystem überarbeitet.

In der Praxis macht sich das schnell bemerkbar. Wer richtig positioniert ist, den Ballhandler auf eine bestimmte Seite zwingt und einen Wurf sauber verteidigt, bekommt wesentlich häufiger das Gefühl, für gutes Stellungsspiel belohnt zu werden.

Umgekehrt bestraft NBA 2K27 Fehler sehr konsequent. Reagiert man bei einem schnellen Guard zu früh auf einen Richtungswechsel oder lässt ihm die falsche Seite offen, kann die komplette Defense innerhalb eines Augenblicks ausgehebelt werden.

Das sorgt für ein sehr angenehmes Wechselspiel. Offensive Spieler besitzen weiterhin genügend Möglichkeiten, ihren Gegenspieler zu schlagen, gleichzeitig fühlt sich eine gut gespielte Verteidigung aber endlich wieder entsprechend wertvoll an.

Mehr Möglichkeiten in der Offensive

Auch in der Offensive hat Visual Concepts einiges verändert. Neue Step-through Up-and-unders, die Dynamic Layup Engine und erweiterte Möglichkeiten bei der Zusammenstellung von Dribbling-Bewegungen geben Spielern mehr Werkzeuge an die Hand.

Besonders gut gefällt uns der dynamische Dunk Meter. Das Timing-Fenster wird nicht einfach beim Start eines Dunks festgelegt und anschließend unverändert abgespielt. Stattdessen berücksichtigt das Spiel die defensive Situation bis zum eigentlichen Abschluss.

Ist der Weg zum Korb frei, gestaltet sich der Abschluss entsprechend einfacher. Kommt im letzten Moment noch ein Verteidiger hinzu, kann sich die Situation verändern und das Timing schwieriger werden.

Dadurch wirken Dunks und Layups weniger wie einmal gestartete Animationen, die anschließend kaum noch beeinflusst werden können. Die jeweilige Spielsituation spielt eine größere Rolle und genau das kommt dem Basketballgefühl zugute.

Auch beim Shooting bleibt Timing entscheidend. Gleichzeitig lässt sich besser einschätzen, ob ein Abschluss tatsächlich offen ist oder ein Verteidiger noch genügend Einfluss auf den Wurf besitzt.

Über 7.000 neue ProPLAY-Animationen

Eine wichtige Grundlage für die verbesserte Bewegung bildet erneut ProPLAY. Die Technologie nutzt echtes NBA-Videomaterial, um Bewegungsabläufe in das Spiel zu übertragen. Für NBA 2K27 wurden laut Visual Concepts mehr als 7.000 neue Animationen integriert.

Das betrifft nicht nur spektakuläre Signature-Moves. Auch kleinere Bewegungen, Dribblings, Würfe, Richtungswechsel und Übergänge profitieren davon.

Besonders bei bekannten NBA-Stars fällt auf, wie unterschiedlich sich einzelne Spieler inzwischen bewegen. Körperhaltung, Dribbling-Stil, Wurfbewegung und bestimmte Signature-Animationen tragen dazu bei, dass sich Stars nicht nur anhand ihrer Werte voneinander unterscheiden.

NBA 2K27 schafft es dadurch immer besser, die Persönlichkeit einzelner Spieler auf das virtuelle Parkett zu übertragen.

Präsentation und Atmosphäre auf sehr hohem Niveau

Auch bei der Präsentation gehört NBA 2K27 weiterhin zur absoluten Spitze des Sportspiel-Genres. Arenen, Kamerafahrten, Wiederholungen, Einblendungen und die Reaktionen der Zuschauer orientieren sich stark an realen NBA-Übertragungen.

Besonders während wichtiger Spielsituationen funktioniert diese Inszenierung hervorragend. Ein entscheidender Dreier der Heimmannschaft sorgt für eine deutlich hörbare Reaktion der Zuschauer, während Fehlwürfe oder Ballverluste die Atmosphäre innerhalb weniger Sekunden verändern können.

Auch optisch überzeugen die Arenen mit zahlreichen Details. Beleuchtung, Zuschauer, Hallenboden und Spieler bilden zusammen ein sehr stimmiges Gesamtbild.

Gerade die Spielermodelle gehören zu den großen Stärken. Haut, Schweiß, Trikots, Haare und Gesichter besitzen eine enorme Detaildichte. In Nahaufnahmen erreicht NBA 2K27 teilweise ein Niveau, bei dem die Grenze zwischen Videospiel und echter TV-Übertragung zunehmend verschwimmt.

MyCAREER wird deutlich umfangreicher

MyCAREER gehört weiterhin zu den wichtigsten Spielmodi von NBA 2K27 und bekommt in diesem Jahr eine der umfangreichsten Erweiterungen seit längerer Zeit.

Mit „Fire & Concrete“ wartet eine neue cineastische Geschichte, die sich über elf Kapitel erstreckt und deutlich umfangreicher ausfällt als die Story des Vorgängers.

Noch interessanter sind allerdings die neuen MyCAREER Eras. Erstmals lässt sich die eigene Karriere in fünf unterschiedlichen Epochen der NBA-Geschichte starten.

Zur Auswahl stehen die Magic-vs.-Bird-Ära von 1984, die Jordan-Ära von 1991, die Kobe-Ära von 2003, die LeBron-Ära von 2010 und die Steph-Ära von 2016.

Dabei handelt es sich nicht einfach um aktuelle Arenen mit historischen Spielern. Kader, Regeln, Präsentation, HUDs, Scoreboards und verschiedene optische Elemente orientieren sich an der jeweiligen Zeitperiode.

Gerade für langjährige Basketballfans ist das eine hervorragende Erweiterung. Eine eigene Karriere an der Seite oder gegen Spieler wie Michael Jordan oder Kobe Bryant zu beginnen, verleiht MyCAREER einen deutlich höheren Wiederspielwert.

Erstmals lässt sich MyCAREER gemeinsam spielen

Eine weitere interessante Neuerung ist der Koop-Modus innerhalb von MyCAREER. Zum ersten Mal kann ein Freund direkt in die eigene Karriere einsteigen und Running Mate Trace Miller übernehmen.

Ist kein zweiter Spieler verfügbar, wird der Charakter weiterhin von der KI kontrolliert. Dadurch ist man nicht gezwungen, die komplette Karriere gemeinsam zu spielen.

Der Koop-Modus lässt sich flexibel nutzen und erweitert MyCAREER um eine Funktion, die sich viele Spieler bereits seit längerer Zeit gewünscht haben.

MyNBA bleibt eines der Highlights für Offline-Spieler

Wer mit Story, MyPLAYER und Online-Hubs wenig anfangen kann, findet in MyNBA weiterhin einen der umfangreichsten Franchise-Modi des Sportspiel-Genres.

Teamzusammenstellung, Verträge, Free Agency und langfristiges Management bieten genügend Möglichkeiten, um eine Organisation über viele Spielzeiten hinweg aufzubauen.

NBA 2K27 erweitert diesen Bereich erneut und legt gleichzeitig großen Wert auf die klassischen Franchise-Grundlagen. Für Spieler, die lieber eine komplette Mannschaft führen als einen einzelnen MyPLAYER aufzubauen, bleibt MyNBA deshalb einer der stärksten Bestandteile des Spiels.

The City bietet viel – bleibt aber nicht frei von Problemen

Auch The City ist erneut ein großer Bestandteil von NBA 2K27. Unterschiedliche Builds, Multiplayer-Aktivitäten und verschiedene Courts sorgen dafür, dass man abseits der klassischen NBA-Partien zahlreiche Stunden verbringen kann.

Inhaltlich hat The City einiges zu bieten. Gerade für Spieler, die ihren MyPLAYER langfristig entwickeln und regelmäßig gegen andere antreten möchten, bleibt die offene Spielwelt ein zentraler Bestandteil des Spiels.

Allerdings hat dieser Bereich auch weiterhin zwei Probleme. Das erste betrifft die Monetarisierung, das zweite die technische Umsetzung der PC-Version. Auf die Performance kommen wir später im Technikteil ausführlich zurück.

Virtual Currency bleibt ein großer Kritikpunkt

So stark NBA 2K27 spielerisch auch ist, die Monetarisierung bleibt schwierig zu ignorieren. Virtual Currency spielt weiterhin eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des eigenen MyPLAYER und betrifft damit nicht ausschließlich kosmetische Inhalte.

VC lässt sich selbstverständlich durch Spielen verdienen. Wer seinen Charakter allerdings möglichst schnell konkurrenzfähig machen möchte, wird regelmäßig damit konfrontiert, dass sich die Entwicklung durch zusätzlich investiertes Echtgeld erheblich beschleunigen lässt.

Gerade bei einem Vollpreisspiel bleibt diese enge Verbindung zwischen Spielfortschritt und Mikrotransaktionen für uns einer der größten Kritikpunkte.

Das ist besonders schade, weil NBA 2K27 spielerisch genügend Qualität und Umfang besitzt, um Spieler auch ohne diesen zusätzlichen monetären Druck langfristig zu beschäftigen.

PC-Spieler bleiben beim Crossplay außen vor

Einen weiteren Nachteil besitzt ausgerechnet die technisch interessanteste Version. Crossplay zwischen PlayStation 5 und Xbox Series X|S wird unterstützt, die PC-Version bleibt bei diesem Zusammenspiel jedoch außen vor.

Wer NBA 2K27 hauptsächlich gemeinsam mit Freunden spielen möchte, sollte deshalb vor dem Kauf unbedingt darauf achten, welche Plattform die eigene Gruppe verwendet.

Gerade angesichts der ansonsten sehr ambitionierten PC-Version ist diese Einschränkung enttäuschend.

Die PC-Version im Technik-Test

Nachdem Gameplay, Spielmodi und Präsentation überzeugt haben, kommen wir zu dem Bereich, der die PC-Version von NBA 2K27 besonders interessant macht.

NBA 2K27 ist das erste offiziell veröffentlichte Spiel mit Nvidias DLSS 5 und 3D-Guided Neural Rendering. Um die neue Technik unter möglichst anspruchsvollen Bedingungen zu testen, kam bei uns ein aktuelles High-End-System zum Einsatz.

Unser PC-Testsystem

Komponente / Einstellung Unser Test
Grafikkarte ASUS TUF Gaming OC GeForce RTX 5090
Grafikspeicher 32 GB GDDR7
Prozessor AMD Ryzen 9 9950X3D
Arbeitsspeicher 64 GB RAM
Auflösung 3840 × 2160 Pixel / natives 4K
Grafikdetails Maximum
Raytracing Aktiviert
Kantenglättung NVIDIA DLAA
DLSS 5 Neural Rendering Aktiviert

Getestete Einstellungen: Natives 4K, sämtliche Grafikdetails auf Maximum, Raytracing aktiviert, DLAA sowie DLSS 5 Neural Rendering eingeschaltet.

Was ist DLSS 5 überhaupt?

DLSS wird seit Jahren in erster Linie mit höheren Frameraten und KI-basiertem Upscaling verbunden. Mit DLSS 5 erweitert Nvidia die Technologie jedoch um einen völlig neuen Bereich.

3D-Guided Neural Rendering verwendet das bereits von der Spiele-Engine erzeugte Bild als Grundlage und setzt künstliche Intelligenz anschließend dazu ein, zusätzliche Beleuchtungs- und Materialdetails zu erzeugen.

Die eigentliche Szene mit Geometrie, Texturen und den grundlegenden Lichtinformationen bleibt bestehen. Das neuronale Modell analysiert diese Daten und kann die Darstellung anschließend gezielt verfeinern.

In NBA 2K27 betrifft das unter anderem Haut, Haare, Kontaktschatten und verschiedene Materialeigenschaften.

Wichtig: DLSS 5 Neural Rendering ist keine einfache neue Stufe des klassischen DLSS-Upscalings. Die Technologie setzt an der visuellen Darstellung des bereits gerenderten Bildes an und soll zusätzliche Details bei Beleuchtung und Materialien erzeugen.

DLSS 5 überzeugt besonders bei Nahaufnahmen

Der größte Unterschied wird bei den Spielermodellen sichtbar. NBA 2K27 sieht bereits ohne Neural Rendering hervorragend aus, dennoch besitzen Gesichter in bestimmten Situationen weiterhin den typischen Videospiel-Look.

Mit aktiviertem DLSS 5 wirken gerade Haut und Beleuchtung natürlicher. Licht kann glaubwürdiger durch dünne Hautbereiche wie beispielsweise die Ohren scheinen, während Gesichtszüge mehr Tiefe bekommen.

Auch Haare profitieren sichtbar. Einzelne Strukturen reagieren natürlicher auf Licht und setzen sich besser vom restlichen Modell ab. Kontaktschatten unter dem Kinn, am Hals oder zwischen Trikot und Körper wirken ebenfalls ausgeprägter.

In guten Nahaufnahmen ist der Unterschied teilweise erstaunlich. Besonders bei Freiwürfen, Wiederholungen, Einlaufsequenzen oder anderen Präsentationsmomenten kann NBA 2K27 ausgesprochen realistisch wirken.

Während des eigentlichen Spiels fällt DLSS 5 weniger stark auf

Während einer normalen Partie ist der Effekt naturgemäß weniger spektakulär. Die klassische Gameplay-Kamera befindet sich deutlich weiter von den Spielern entfernt und viele der feinen Verbesserungen lassen sich aus dieser Entfernung kaum erkennen.

Die komplette Szene kann etwas plastischer und natürlicher beleuchtet wirken, den wirklich großen Unterschied sieht man aber vor allem in Nahaufnahmen.

Das macht DLSS 5 während des normalen Spielens keineswegs nutzlos. Es zeigt lediglich, dass die Technologie aktuell stark davon profitiert, wenn detaillierte Charaktermodelle entsprechend groß auf dem Bildschirm dargestellt werden.

Performance im Match: Bis zu 86 FPS und meist recht konstant

Bei der Performance zeigt NBA 2K27 während der eigentlichen Basketballpartien grundsätzlich eine ordentliche Vorstellung.

Mit unserem Testsystem und den genannten Einstellungen erreichten wir während des laufenden Spiels maximal 86 FPS. Größere Schwankungen konnten wir während der normalen Spielszenen nicht feststellen. Die Bildrate bewegt sich insgesamt recht konstant, auch wenn kleinere Drops durchaus vorkommen.

Interessant ist allerdings, dass sich das Spiel trotz der hohen FPS-Werte nicht in jeder Situation vollkommen butterweich anfühlt. Die Unterschiede sind keineswegs dramatisch, fallen aber gerade dann auf, wenn man von einem High-End-PC und einer entsprechend hohen Bildrate ein absolut gleichmäßiges Spielerlebnis erwartet.

Unsere Messung während des Spiels
bis zu 86 FPS
Natives 4K · Max Details · Raytracing · DLAA · DLSS 5
ASUS TUF Gaming OC RTX 5090 · Ryzen 9 9950X3D · 64 GB RAM

Zwischensequenzen drücken die Bildrate auf rund 60 FPS

Ein anderes Bild ergibt sich bei den Präsentationssequenzen rund um das eigentliche Match. Wenn die Spieler in die Arena einlaufen, längere Nahaufnahmen gezeigt werden oder die Halbzeitshow beginnt, sinkt die Framerate deutlich sichtbarer.

In diesen Situationen bewegte sich NBA 2K27 auf unserem System teilweise nur noch im Bereich von rund 60 FPS.

Das ist für sich genommen natürlich weiterhin vollkommen spielbar. Auffällig ist vielmehr der direkte Übergang. Wenn das eigentliche Match mit deutlich höherer Bildrate läuft und eine Zwischensequenz anschließend rund 60 FPS erreicht, lässt sich dieser Unterschied wahrnehmen.

Da gerade diese Szenen besonders viele detaillierte Spielermodelle, Zuschauer und aufwendige Kameraeinstellungen zeigen, fällt die höhere Belastung der GPU nicht völlig überraschend aus.

Performance im Match: Während des eigentlichen Basketballspiels läuft NBA 2K27 auf unserem System überwiegend recht konstant und erreicht maximal 86 FPS. Auf etwa 60 FPS sinkt die Bildrate hauptsächlich während aufwendigeren Präsentationssequenzen wie Spielereinläufen oder der Halbzeitshow.

The City braucht deutlich mehr Optimierung

Deutlich weniger überzeugend fällt die Performance in der offenen Spielwelt aus. The City gehört aktuell zu den Bereichen, bei denen NBA 2K27 auf dem PC noch den größten Optimierungsbedarf zeigt.

Hier treten deutlich spürbarere Framerate-Einbrüche auf als während eines normalen Matches. Gleichzeitig fühlt sich die Bewegung durch die Open World nicht jederzeit so flüssig an, wie man es von der eingesetzten Hardware erwarten würde.

Besonders angesichts einer RTX 5090 in Kombination mit einem Ryzen 9 9950X3D ist das enttäuschend. Natürlich nutzen wir äußerst anspruchsvolle Einstellungen, dennoch zeigt gerade The City, dass die PC-Version aktuell noch nicht vollständig ausoptimiert ist.

Auch innerhalb der Basketballpartien gibt es kleinere Drops, diese fallen jedoch wesentlich weniger störend aus als die Schwankungen in der Open World.

Visual Concepts sollte hier mit kommenden Updates nacharbeiten. Das technische Grundgerüst ist stark und die Bildqualität kann herausragend sein, bei der Gleichmäßigkeit der Performance besteht jedoch noch Verbesserungspotenzial.

Unser Technik-Fazit: NBA 2K27 kann auf dem PC fantastisch aussehen und DLSS 5 ist eine technisch beeindruckende Premiere. Die Performance ist während der eigentlichen Matches ordentlich, The City und einige Präsentationssequenzen zeigen jedoch deutlich, dass weitere Optimierungen notwendig sind.

Gameplay-Video: Ein komplettes Match in 4K mit DLSS 5

Damit ihr euch selbst einen Eindruck von NBA 2K27, der Grafik und der Performance machen könnt, haben wir zusätzlich ein komplettes Match aufgenommen.

Das Gameplay wurde mit genau den Einstellungen aufgezeichnet, die auch unserem Techniktest zugrunde liegen: natives 4K, sämtliche Grafikdetails auf Maximum, Raytracing aktiviert, NVIDIA DLAA und DLSS 5 Neural Rendering.

Dadurch lassen sich nicht nur die eigentlichen Spielszenen beurteilen. Auch Spielereinläufe, Wiederholungen und andere Präsentationssequenzen sind zu sehen, in denen die unterschiedliche GPU-Belastung besonders gut erkennbar wird.

NBA 2K27 – komplettes Spiel in 4K mit DLSS 5
RTX 5090 · Ryzen 9 9950X3D · 64 GB RAM · natives 4K · Max Details · Raytracing · DLAA · DLSS 5

Das gefällt uns – und das weniger

Das gefällt uns

  • Sehr starkes Basketball-Gameplay
  • Deutlich verbesserte Defensive
  • Viele neue offensive Möglichkeiten
  • Mehr als 7.000 neue ProPLAY-Animationen
  • Hervorragende TV-Präsentation
  • Extrem detaillierte Spielermodelle
  • DLSS 5 kann Nahaufnahmen sichtbar aufwerten
  • Sehr hohe Bildqualität in nativem 4K
  • Während der Matches überwiegend stabile Performance
  • Umfangreiches MyCAREER
  • Fünf historische MyCAREER-Epochen
  • MyCAREER erstmals mit Koop
  • MyNBA bietet erneut enorme Langzeitmotivation

Das gefällt uns weniger

  • Deutlichere Performance-Einbrüche in The City
  • Kleinere Frame Drops auch während der Matches
  • Trotz hoher FPS nicht jederzeit vollkommen flüssiges Spielgefühl
  • Zwischensequenzen teilweise nur um 60 FPS
  • PC-Version benötigt weitere Optimierungen
  • DLSS 5 Neural Rendering benötigt viel GPU-Leistung
  • Virtual Currency weiterhin sehr präsent
  • Monetarisierung beeinflusst die MyPLAYER-Progression
  • Kein Crossplay zwischen PC und Konsolen

Unsere Bewertung

Gameplay
9,2 / 10
Grafik & Präsentation
9,5 / 10
Technik & PC-Umsetzung
7,8 / 10
Sound & Atmosphäre
9,0 / 10
Umfang
9,3 / 10
Langzeitmotivation
8,7 / 10
Monetarisierung
5,5 / 10
HTR Gaming Gesamtwertung
8,4 / 10
SEHR GUT

Fazit – Ein hervorragendes Basketballspiel mit technischem Nachholbedarf

NBA 2K27 revolutioniert die Serie nicht, verbessert aber viele der Bereiche, die auf dem Spielfeld wirklich wichtig sind. Besonders die überarbeitete Defensive, die zusätzlichen Möglichkeiten in der Offensive und die zahlreichen neuen ProPLAY-Animationen sorgen dafür, dass sich Basketball authentischer und kontrollierter anfühlt.

Auch beim Umfang gibt es wenig zu kritisieren. MyCAREER bekommt mit den unterschiedlichen Epochen und dem erstmals integrierten Koop-Modus interessante Neuerungen, während MyNBA weiterhin zu den umfangreichsten Franchise-Modi im Sportspielbereich gehört.

Hinzu kommt eine hervorragende Präsentation. Arenen, Spielermodelle, Animationen und Soundkulisse erzeugen stellenweise tatsächlich das Gefühl einer echten NBA-Übertragung.

Auf dem PC sorgt DLSS 5 zusätzlich für einen spannenden Blick in die Zukunft. Besonders bei Nahaufnahmen können Haut, Haare, Beleuchtung und Schatten sichtbar von Nvidias Neural Rendering profitieren. Die Technologie zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial KI-basiertes Rendering künftig besitzen könnte.

Die PC-Version selbst ist allerdings noch nicht vollständig ausgereift. Während die eigentlichen Matches überwiegend ordentlich laufen, zeigen kleinere Drops, die deutlich schwächere Performance in The City und die teilweise weniger flüssigen Präsentationssequenzen, dass Visual Concepts noch Optimierungsarbeit vor sich hat.

Besonders auf einem leistungsfähigen High-End-PC sollte das gesamte Erlebnis gleichmäßiger ausfallen. Weitere Updates sind deshalb ausdrücklich willkommen.

Auch die starke Einbindung von Virtual Currency bleibt ein unnötiger Kritikpunkt. Gerade weil NBA 2K27 spielerisch bereits so viel zu bieten hat, wirkt die aggressive Monetarisierung weiterhin deplatziert.

Unterm Strich ist NBA 2K27 dennoch eines der besten Basketballspiele der vergangenen Jahre. Spielerisch überzeugt der neue Ableger fast durchgehend, beim Umfang gibt es enorm viel zu entdecken und die Präsentation erreicht ein beeindruckendes Niveau. Die PC-Version verdient sich aufgrund ihrer aktuellen Performance-Probleme allerdings noch keine technische Bestnote. Hier müssen die kommenden Updates zeigen, wie viel Potenzial Visual Concepts noch freilegen kann.

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