Assassin’s Creed Hexe: Leak enthüllt neue Story- und Charakterdetails

Zu Assassin’s Creed Hexe sind offenbar umfangreiche neue Details durchgesickert. Casting-Unterlagen sollen nicht nur Hinweise auf die Hauptfigur und ihre Familie liefern, sondern auch einen geheimnisvollen Orden, Augsburg als möglichen Schauplatz sowie eine Verbindung zur modernen Handlung der Reihe nennen. Ubisoft selbst hat die Informationen bislang nicht bestätigt.

Um Assassin’s Creed Hexe macht Ubisoft weiterhin ein großes Geheimnis. Offiziell ist bislang lediglich bekannt, dass Ubisoft Montreal an dem Projekt arbeitet und Spieler eine deutlich düsterere sowie stärker erzählerisch ausgerichtete Assassin’s-Creed-Erfahrung erwarten dürfen.

Nun könnten Casting-Unterlagen erstmals wesentlich konkretere Hinweise darauf geben, welche Figuren und Konflikte uns in Hexe erwarten.

Hauptfigur wird intern offenbar „Petra“ genannt

Im Mittelpunkt der durchgesickerten Casting-Informationen steht eine Figur mit dem Namen „Petra“. Dabei dürfte es sich allerdings noch um einen internen Platzhalternamen handeln, der bis zur Veröffentlichung geändert werden kann.

Petra wird als leidenschaftliche und willensstarke Frau Mitte zwanzig beschrieben. Gleichzeitig soll sie eine pflichtbewusste Tochter sein, die sich jedoch nicht mit der gesellschaftlichen Rolle abfinden will, die ihr auferlegt wird.

Damit würde die Figur gut zum bereits seit längerer Zeit vermuteten historischen Szenario von Assassin’s Creed Hexe passen. Frühere Berichte bringen das Spiel mit den Hexenverfolgungen im Deutschland des 16. Jahrhunderts in Verbindung.

Ubisoft selbst spricht bislang lediglich von einem entscheidenden historischen Zeitraum und einer besonders düsteren, narrativen Ausrichtung.

Mutter als Hebamme – Vater mit düsterem Beruf?

Auch zu Petras Familie liefern die angeblichen Casting-Unterlagen interessante Informationen.

Ihre Mutter trägt demnach derzeit den Namen „Brigitte“ und wird als mitfühlende Frau Anfang vierzig beschrieben. Sie arbeitet offenbar als Hebamme und könnte innerhalb der Geschichte eine größere Bedeutung besitzen.

Der Vater wird in den Unterlagen als „Konrad“ bezeichnet. Er soll ein streng religiöser, aber fürsorglicher Familienvater sein, der gleichzeitig einem ungewöhnlich düsteren Beruf nachgeht.

Weitere Berichte bringen ihn mit der Rolle eines Scharfrichters von Neustadt in Verbindung. Sollte sich das bestätigen, könnte allein Petras familiärer Hintergrund für einige interessante Konflikte sorgen.

„Order of the Lamb“ jagt offenbar die Hauptfigur

Besonders spannend ist eine Gruppierung, die in den Casting-Unterlagen als „The Order of the Lamb“ bezeichnet wird.

Der Orden soll offenbar eine wichtige Rolle innerhalb der Geschichte spielen und Petra verfolgen. Ob es sich dabei direkt um einen Ableger der Templer handelt oder Ubisoft eine neue Gruppierung mit Verbindungen zum bekannten Assassin’s-Creed-Konflikt einführt, ist derzeit nicht bekannt.

Angesichts der jahrhundertealten Auseinandersetzung zwischen Assassinen und Templern wäre eine entsprechende Verbindung allerdings durchaus denkbar.

 

Gerade die Kombination aus religiösem Fanatismus, Hexenverfolgung und dem klassischen Machtkampf der Assassin’s-Creed-Reihe könnte Hexe damit eine deutlich düsterere Atmosphäre verleihen als viele vorherige Serienteile.

Mother Gertrud könnte Petra Zuflucht gewähren

Eine weitere zentrale Figur trägt offenbar den Namen „Mother Gertrud“. Sie soll rund 65 Jahre alt sein und früher als Heilerin innerhalb ihres Dorfes gearbeitet haben.

Nachdem sich eine Krankheit ausbreitete, die Gertrud nicht heilen konnte, soll sich die Bevölkerung gegen sie gewandt und sie der Hexerei beschuldigt haben. Obwohl sie offenbar nie offiziell verurteilt wurde, zog sie sich anschließend aus der Gesellschaft zurück.

Gertrud soll zudem eng mit Petras Familie verbunden sein. So habe sie Petras Mutter einst Wissen über Kräuter und Heilpflanzen vermittelt.

Später könnte Gertrud Petra Zuflucht gewähren, während diese vor dem „Order of the Lamb“ flieht.

Augsburg könnte wichtiger Schauplatz werden

Die Casting-Unterlagen enthalten außerdem einen konkreten Ortsnamen: Augsburg.

Die bayerische Stadt soll offenbar zu Petras nächsten Reisezielen gehören und innerhalb der Geschichte als besonders gefährlicher Ort beschrieben werden.

Ob Augsburg lediglich einen Abschnitt des Spiels darstellt oder Teil einer größeren zusammenhängenden Spielwelt wird, geht aus den Informationen nicht hervor.

Grundsätzlich würde die historische Stadt allerdings hervorragend zum vermuteten Szenario passen. Im 16. Jahrhundert gehörte Augsburg zu den bedeutendsten Städten des Heiligen Römischen Reiches und war zugleich ein wichtiger Schauplatz religiöser und gesellschaftlicher Umbrüche.

Auch die moderne Handlung könnte zurückkehren

Interessanterweise liefern die Casting-Unterlagen offenbar nicht ausschließlich Informationen zum historischen Teil des Spiels.

Eine Figur namens „Anna“ hebt sich deutlich von den übrigen Charakteren ab. Sie wird als ehrgeizige und ungeduldige Karrierefrau beschrieben, die in einem stark umkämpften beruflichen Umfeld arbeitet.

Da ihre Beschreibung im Gegensatz zu den anderen Figuren keinen Bezug zum historischen Deutschland aufweist, könnte Anna Teil der modernen Assassin’s-Creed-Handlung werden.

Denkbar wäre beispielsweise eine Verbindung zu Abstergo oder zur übergreifenden modernen Geschichte innerhalb des Assassin’s-Creed-Universums. Auch hierbei handelt es sich derzeit allerdings lediglich um Spekulation.

Weitere Charaktere deuten umfangreichen Cast an

Neben Petra und ihrer Familie werden in den Casting-Unterlagen mehrere weitere Charaktere erwähnt.

„Bruno“ soll ein dominanter und patriarchalischer Anführer mit derbem Humor sein. „Anton“ wird dagegen als ehrgeiziger und intelligenter Mann beschrieben, der nach außen respektabel auftritt, gleichzeitig jedoch im Verborgenen agiert.

Hinzu kommen unter anderem „Johanna“, eine wohlhabende und manipulative Frau, der zurückhaltende Junge „Theo“ sowie eine selbstbewusste und statusorientierte Figur namens „Erika“.

Auch bei diesen Namen ist davon auszugehen, dass Ubisoft während der Entwicklung Platzhalter verwendet und die endgültigen Namen anders lauten könnten.

Assassin’s Creed Hexe soll bewusst anders werden

Dass Hexe innerhalb der Reihe einen anderen Weg einschlagen soll, ist zumindest offiziell bestätigt. Ubisoft hat mehrfach betont, dass das von Ubisoft Montreal entwickelte Spiel nicht einfach das nächste riesige Assassin’s-Creed-Rollenspiel werden soll.

Stattdessen spricht das Unternehmen von einer einzigartigen, düsteren und narrativ ausgerichteten Assassin’s-Creed-Erfahrung.

Die neuen Casting-Informationen würden hervorragend zu dieser Beschreibung passen. Eine junge Frau auf der Flucht vor religiösen Verfolgern, Hexenprozesse, gesellschaftlicher Fanatismus und eine düstere Interpretation des historischen Deutschlands könnten der Serie ein Szenario liefern, das sich deutlich von Assassin’s Creed Shadows oder früheren Open-World-Ablegern unterscheidet.

Wichtig bleibt allerdings: Die jetzt veröffentlichten Story- und Charakterdetails wurden von Ubisoft nicht bestätigt. Da sie offenbar aus Casting-Unterlagen verschiedener Entwicklungsphasen stammen, könnten Namen, Figuren und einzelne Handlungsdetails bis zur finalen Version zudem noch verändert werden.

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