Xbox: Helen Chiang widerspricht Gerüchten um ihren Abgang
Nach ihrem überraschenden Abschied von Microsoft meldet sich die ehemalige Xbox-Geschäftsführerin Helen Chiang erstmals ausführlich zu Wort. In einer persönlichen Stellungnahme widerspricht sie verschiedenen Vorwürfen und äußert deutliche Kritik am Umgang mit ihrem Ausscheiden.
Helen Chiang weist schwere Vorwürfe zurück
Die langjährige Microsoft-Managerin war erst im Juli 2026 von Xbox-Chefin Asha Sharma zur Chief Operating Officer (COO) ernannt worden. Nur wenige Monate später endete ihre Tätigkeit bei Microsoft nach insgesamt 21 Jahren.
Auf LinkedIn reagierte Chiang jetzt auf Spekulationen, wonach sie wegen eines Verstoßes gegen Unternehmensrichtlinien entlassen worden sei. Diese Darstellung bezeichnet sie ausdrücklich als falsch.
In ihrer Stellungnahme weist sie mehrere Behauptungen entschieden zurück:
- Sie habe keine vertraulichen Unternehmensinformationen an Journalisten weitergegeben.
- Sie habe Xbox nicht verlassen, um zu einem Konkurrenzunternehmen zu wechseln.
- Sie habe sich weder Diskriminierung, Mobbing oder Belästigung noch Insiderhandel, Unterschlagung oder anderer betrügerischer Handlungen schuldig gemacht.
- Ihr Abschied habe nichts damit zu tun, dass sie bei der Besetzung einer höheren Führungsposition übergangen worden sei.
Kritik am Umgang mit ihrem Ausscheiden
Besonders deutlich wird Chiang bei der Frage, wie Microsoft mit ihrer Situation umgegangen ist. Sie betont, dass Fairness, Verantwortung und interne Unternehmensstandards nur dann etwas wert seien, wenn sie konsequent und einheitlich angewendet würden.
Sie habe ernsthafte Bedenken, ob diese Grundsätze in ihrem Fall eingehalten worden seien.
Gleichzeitig erklärt die ehemalige Xbox-Managerin, dass sie sich ihre berufliche Reputation nicht durch Spekulationen nehmen lassen werde. Ihr Ziel sei es immer gewesen, weiterhin an der Zukunft von Xbox mitzuarbeiten.
Warum musste Helen Chiang Xbox verlassen?
Die entscheidende Frage bleibt allerdings unbeantwortet. Obwohl Chiang zahlreiche Vorwürfe zurückweist, nennt sie keinen konkreten Grund für ihren plötzlichen Abschied.
Auch Microsoft hat bislang keine ausführliche öffentliche Erklärung zu den Umständen veröffentlicht. Welche Ereignisse tatsächlich zur Trennung geführt haben, bleibt damit weiterhin unklar.
Zum Abschluss ihrer Stellungnahme betont Chiang, dass sie sich das Ende ihrer Microsoft-Karriere niemals auf diese Weise vorgestellt habe. Gleichzeitig deutet sie an, dass die bisher öffentlich bekannten Informationen nicht die vollständige Geschichte erzählen.
Quelle: LinkedIn