GTA 6 wird gigantisch: Sechs Regionen, komplett neues Vice City und dynamische Hurrikans

Grand Theft Auto 6 nimmt immer konkretere Formen an – und neue Details zeigen, welchen enormen Aufwand Rockstar Games offenbar in seine offene Spielwelt steckt. Leonida soll aus sechs großen Regionen bestehen, Vice City wurde vollständig neu aufgebaut und erweitert, gleichzeitig arbeitet das Studio an einem deutlich komplexeren Wettersystem mit wandernden Unwettern, nassen Straßen und sogar Hurrikans. Auch Rockstar selbst macht deutlich, dass man bei Umfang und Detailgrad offenbar keinerlei Kompromisse eingehen wollte.

GTA 6: Leonida besteht aus sechs unterschiedlichen Regionen

Die offene Spielwelt von Grand Theft Auto 6 beschränkt sich längst nicht nur auf die Rückkehr nach Vice City. Insgesamt soll der Bundesstaat Leonida aus sechs großen Regionen bestehen, die sich hinsichtlich Landschaft, Atmosphäre und Bevölkerung deutlich voneinander unterscheiden.

Zu diesen Gebieten gehören:

  • Vice City
  • Leonida Keys
  • Grassrivers
  • Port Gellhorn
  • Ambrosia
  • Mount Kalaga National Park

Vice City bleibt dabei zweifellos eines der zentralen Gebiete des Spiels. Die legendäre Metropole wurde für GTA 6 allerdings nicht einfach modernisiert. Rockstar soll die Stadt vielmehr vollständig neu aufgebaut und deutlich erweitert haben.

Die Leonida Keys orientieren sich dagegen an den Florida Keys und bringen tropische Inseln, Wasserwege und Küstengebiete ins Spiel. Die Grassrivers sind ein weitläufiges Feuchtgebiet mit einer vielfältigen Tierwelt und zahlreichen Reptilien – unverkennbar inspiriert von den Everglades.

Port Gellhorn zeigt wiederum eine deutlich heruntergekommenere Seite Leonidas. Verfallene Motels, Einkaufszentren und ehemalige Touristenattraktionen bestimmen dort das Bild. Ambrosia bildet eines der industriellen Zentren des Bundesstaates, geprägt von Fabriken, Raffinerien und einer einflussreichen lokalen Motorradgang.

Wer es deutlich wilder mag, dürfte dagegen im Mount Kalaga National Park auf seine Kosten kommen. Hier spielt die Natur eine wesentlich größere Rolle und offenbar soll dort auch besonders viel Wildleben anzutreffen sein.

Offizielle GTA-6-Bilder: Vice City und Leonida


GTA 6 Vice City – offizieller Rockstar Screenshot
Vice City – Bild: Rockstar Games

GTA 6 Vice City – offizieller Rockstar Screenshot
Vice City – Bild: Rockstar Games

GTA 6 Leonida Keys – offizieller Rockstar Screenshot
Leonida Keys – Bild: Rockstar Games

GTA 6 Port Gellhorn – offizieller Rockstar Screenshot
Port Gellhorn – Bild: Rockstar Games

Vice City wurde komplett neu aufgebaut

Der Detailgrad soll dabei weit über eine größere Karte hinausgehen. Rockstar Norths Co-Studioleiter Aaron Garbut erklärte, dass sich das Team intensiv mit praktisch jedem Bereich der Spielwelt beschäftigt habe – von Dächern und Gassen bis hin zu Innenräumen.

Gerade die Gebäude könnten deshalb eine wesentlich größere Rolle spielen als noch in früheren Rockstar-Titeln. Die Zahl der ausgearbeiteten Innenbereiche soll inzwischen einen Umfang erreicht haben, durch den Gebäude nicht mehr nur wie Kulissen wirken, sondern stärker als tatsächlicher Bestandteil der Spielwelt wahrgenommen werden sollen.

Rockstar verfolgt offenbar das Ziel, Leonida nicht einfach nur möglichst groß zu gestalten. Stattdessen sollen die einzelnen Gebiete miteinander verbunden wirken und gleichzeitig eine hohe Dichte an handgefertigten Inhalten bieten.

Auch die Geschichte soll Spieler auf natürliche Weise durch verschiedene Teile des Bundesstaates führen. Zwar wird die Kampagne nicht automatisch jeden Winkel der Karte zeigen, sie soll jedoch möglichst viele unterschiedliche Orte, Kulturen und gesellschaftliche Gegensätze Leonidas vermitteln.

Gerade diese Gegensätze spielen offenbar eine wichtige Rolle. Wohlhabende und ärmere Bevölkerungsschichten sollen teilweise unmittelbar nebeneinander existieren, während Kriminalität und Korruption als verbindende Elemente durch zahlreiche Geschichten der Spielwelt verlaufen.

Rockstar spricht von enormem Druck bei der Entwicklung

Die Erwartungen an GTA 6 könnten kaum größer sein. Auch innerhalb von Rockstar ist dieser Druck offenbar deutlich zu spüren.

Aaron Garbut erklärte, dass der Druck auf das Entwicklerteam bei diesem Projekt enorm sei. Statt deshalb den Umfang des Spiels zu reduzieren, habe Rockstar jedoch versucht, in praktisch allen Bereichen noch mehr zu liefern.

 

Normalerweise müssten Entwickler laut Garbut beispielsweise zwischen Größe und Detailgrad oder zwischen Detailgrad und Interaktionsmöglichkeiten abwägen. Bei GTA 6 habe man versucht, genau diesen Kompromiss möglichst zu vermeiden.

Detailgrad, Umfang, Vielfalt, Größe, Interaktionsmöglichkeiten und Inhaltsdichte seien entsprechend allesamt nach oben geschraubt worden. Garbut erklärte sogar, dass Rockstar seiner Ansicht nach bislang noch nichts entwickelt habe, das mit GTA 6 vergleichbar sei.

Ein deutlich komplexeres Wettersystem

Einer der Bereiche, an denen dieser technische Aufwand besonders sichtbar werden könnte, ist das neue Wettersystem von GTA 6.

Statt eines einfachen globalen Wetterwechsels soll Leonida über wandernde Wettersysteme verfügen. Dadurch könnte es beispielsweise in einem Teil der Spielwelt stark regnen, während nur wenige Kilometer entfernt weiterhin die Sonne scheint.

Auch nach einem Regenschauer soll dessen Wirkung nicht einfach verschwinden. Straßen und andere Oberflächen können anschließend weiterhin nass bleiben, während sich Pfützen über längere Zeit halten.

Unter den richtigen Lichtbedingungen soll Regen außerdem realistische Regenbögen erzeugen können.

Doch Rockstar geht offenbar noch weiter. Passend zum Florida-Vorbild Leonidas sollen auch tropische Stürme und Hurrikans auftreten können.

Dichte Wolkendecken, starke Winde, heftiger Regen und eine deutlich veränderte Atmosphäre sollen solche Unwetter begleiten. Wasser kann von Gebäuden und Straßenlaternen herunterlaufen, während Donner und Blitze die Umgebung zusätzlich verändern.

Offizielle GTA-6-Bilder: Leonidas unterschiedliche Landschaften


GTA 6 Ambrosia – offizieller Rockstar Screenshot
Ambrosia – Bild: Rockstar Games

GTA 6 Vice City – offizieller Rockstar Screenshot
Vice City – Bild: Rockstar Games

GTA 6 Grassrivers – offizieller Rockstar Screenshot
Grassrivers – Bild: Rockstar Games

GTA 6 Grassrivers – offizieller Rockstar Screenshot
Grassrivers – Bild: Rockstar Games

Wie stark beeinflusst das Wetter tatsächlich das Gameplay?

Noch nicht bekannt ist, wie tief diese Wettereffekte tatsächlich in die Spielmechanik eingreifen werden. Denkbar wären beispielsweise Auswirkungen auf den Straßenverkehr, das Fahrverhalten auf nassem Asphalt, Polizeiverfolgungen oder den Flugverkehr.

Auch Veränderungen beim Verhalten der NPCs oder weniger bevölkerte Straßen während besonders heftiger Unwetter wären möglich. Bestätigt sind solche Gameplay-Auswirkungen bislang allerdings nicht. Die bisher bekannten Informationen beziehen sich in erster Linie auf das Wetter- und Darstellungssystem selbst.

Rockstar will Größe und Detail miteinander verbinden

Die neuen Informationen ergeben zusammen ein ziemlich klares Bild davon, welches Ziel Rockstar mit GTA 6 verfolgt. Leonida soll nicht einfach nur die bislang größte offene Welt des Studios darstellen. Entscheidend scheint vielmehr die Kombination aus Größe, hoher Inhaltsdichte, zahlreichen Innenräumen, unterschiedlichen Landschaften und miteinander verbundenen Systemen zu sein.

Eine vollständig überarbeitete Version von Vice City, fünf weitere große Regionen und ein dynamisches Wettersystem mit wandernden Stürmen könnten dafür sorgen, dass sich einzelne Teile der Welt erheblich stärker voneinander unterscheiden als in früheren Grand-Theft-Auto-Spielen.

Grand Theft Auto 6 erscheint am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S.

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