Die amerikanische Firma Turtle Beach deckt mit ihren Produkten die gesamte Preisspanne bei den sogenannten Gaming-Headsets ab. Selbst bezeichnen sich die Jungs aus dem sonnigen Kalifornien gerne auch mal als Marktführer in der Branche.

Das kabelgebundene Turtle Beach Stealth 300 kommt mit einem akkubetriebenen Verstärker daher, welcher dem Werbespruch „Lauter ist besser“ Rechnung trägt. Genau dieser Verstärker ist aber auch unser größter Kritikpunkt. Ohne Power auf den Akkus bleibt das Headset trotz Kabelverbindung zum Controller stumm.

Die Technik

Das Gaming-Headset verfügt über große 50-mm-Lautsprecher die weich und atmungsaktiv gepolstert sind. Dank dem speziellen, brillenfreundlichen ProSpecs-Design von Turtle Beach, haben auch Brillenträger keine Probleme zu erwarten.

Das Headset unterstützt Microsofts leistungsfähigen Windows Sonic-Surround-Sound und auch Dolby-Atmos mit App funktioniert bestens.

Der Verstärker verrichtet seine Arbeit gut. Die Lautstärke ist mehr als ordentlich und auch das räumliche Orten von Gegnern, die Geräusche beim Nachladen usw. sind sehr gut zu hören. Eine Akkuladung reicht übrigens für gut 30 Stunden. In unserem Dauertest, angeschlossen an einem MP3 Player, hielt das Headset rund 32 Stunden durch.

Das Mikrofon ist, wie schon beim großen Bruder Stealth 600/700, in einem kurzen Stummelarm untergebracht, welcher sich beim hochklappen Stumm schaltet.
Ebenfalls mit an Board sind vier Audio-Voreinstellungen einschließlich Bass-Boost. Diese sind aber leider mehr Gadget, als dass sie tatsächlich etwas am Sound ändern.

Angeschlossen wird das Stealth 300 per 3,5mm Klinke an den Xbox Controller. Im Test funktionierte das Headset sowohl direkt am Controller angeschlossen als auch über den Headset-Adapter ohne Probleme. Verpackt ist das Ganze in einem matt schwarzen Kunststoffgehäuse, welches an beiden Seiten metallverstärkt ist.

Der Sound

Kommen wir zum wichtigsten aller Punkte. Das Stealth 300 kann es dank seines Verstärkers in Punkto Lautstärke mit jedem Mitbewerber aufnehmen. Was da auf höchster Stufe aus den beiden Ohrmuscheln dröhnt, geht bei empfindlichen Ohren bereits an die Schmerzgrenze. Wer es also gerne extrem Laut mag, ist hier genau richtig. Klanglich bietet das Headset ordentliche Kost. Es hat zwar einige Schwächen, gerade im hohen Tonbereich, aber in dieser Preisklasse geht das Gebotene völlig in Ordnung. Leider bewirken die vier vorhandenen Soundmodi keine oder nur minimale Änderungen. Da hätten wir uns mehr gewünscht.

Das Mikrofon

Wie schon beim Stealth 600/700 steckt das Mikrofon in einem kleinen klappbaren Arm. Sieht gut aus und spart Platz. Beim hochklappen wird das Mikrofon praktischerweise stumm geschaltet. Gute Lösung von Turtle Beach. Das Mikrofon liefert eine klare und gut verständliche Stimme im Chat. Aufgrund seiner Bauart neigt es bei lauter Umgebung zum Übersteuern, was zu einem leicht blechernen Klang der Stimme führt. Verständlich bleibt man aber in jedem Fall. Positiv ist auch die regelbare „Monitoring“-Funktion des Mikrofons. So ist es möglich, die eigene Stimme zu hören, um zu vermeinden, dass man im Chat zu laut spricht.

Bedienung

Das Headset verfügt auf der linken Seite über zwei analoge Drehrädchen zum einstellen der Lautstärke und für das Mikrofon Monitoring. Auf der gleichen Seite unterhalb des Mikrofonarmes sind noch die beiden Drucktasten zum Ein/Ausschalten und für die Klangwahl.

Das wirft nun aber die Frage auf, warum man auf so engen Raum alle Bedienelemente quetscht. Im Eifer des Gefechts am Headset erst den richtigen Schalter suchen zu müssen, kann auf Dauer nervig werden. Dies kann man jetzt meckern auf hohem Niveau nennen,  aber es wäre sicherlich nicht unmöglich gewesen, die wichtigsten Regler in eine kleine Kabelfernbedienung zu packen. Das bieten teilweise schon Headsets um die 20 Euro.

Fazit

Mit dem Stealth 300 liefert Turtle Beach ein grundsolides Gaming-Headset mit kleinen Schwächen ab. Wer es gerne laut auf den Ohren hat und sich nicht an der Tatsache stört, ein verkabeltes Headset aufladen zu müssen, wird zufrieden sein. Klanglich bietet es keine Highlights, leistet sich aber auch keine größeren Schwächen. Praktisch ist auch, dass man dieses Gaming-Headset dank des 3,5mm Klinkenanschlusses auch an anderen Geräten, wie einem Laptop oder dem Nintendo Switch verwenden kann.

>>Mehr Infos zum Turtle Beach Stealth 300 findet ihr auf der Hersteller-Seite<<

 

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Verarbeitung
75 %
Preis/Leistung
75 %
Funktionalität
71 %
Ausstattung
71 %

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