Es sind schwere Zeiten für den klassischen Videospielhandel. Die digitalen Verkäufe von Games nehmen immer größeren Stellenwert ein. Betroffen sind von diesem Trend alle Systeme, egal ob Konsole oder PC. Das allein hat den Händler GameStop mit seinen weltweit 5.700 Ladengeschäften schon gehörig unter Druck gesetzt.

Im letzten Jahr lag der Verlust bei satten 675 Millionen US-Dollar. Auch dieses Jahr sieht das Ganze nicht besser aus. Nach Abschluss des zweiten Quartals liegt das Unternehmen bereits bei einem Minus von gut 415 Millionen US-Dollar.

Nun bleibt der digitale Verkauf von Spielen nicht das einzige Problem von GameStop. Neue dunkle Wolken sind in Form des erfolgreichen Xbox Game Passes und des gerade startenden Dienstes Ubisoft Uplay+ am Himmel aufgezogen. Spiele online leihen statt kaufen trifft den Nerv der Zeit.

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In Folge bleiben bei den Händlern die Käufer aus. Gerade GameStop bekommt dies als reiner Videospielhändler besonders heftig zu spüren. Wenn man jetzt noch an die Streaming-Dienste Google Stadia und Project xCloud denkt, kann einem Angst und Bange um den einstigen Platzhirsch am Markt werden.

Nun hören sich bis zu 200 Filialen von 5.700 nicht sonderlich viel an, die möglicherweise noch in diesem Jahr geschlossen werden sollen, die finanziellen Verluste in Folge jedoch schon. Bereits 50 leitende Mitarbeiter haben durch die Einsparungen bereits ihren Job verloren.

George Sherman, CEO von GameStop, blickt jedoch positiv in die Zukunft und sagt dazu:

Wir werden GameStop auf den richtigen strategischen Weg bringen und unsere einzigartige Position und Marke in der Videospielbranche voll ausschöpfen. Wir sind auch weiterhin bestrebt, Kapital an die Aktionäre zurückzugeben und diese Gelegenheit gegen die Notwendigkeit abzuwägen, eine solide Bilanz zu führen, um unser Geschäft ordnungsgemäß weiterzuführen.

Quelle 

 

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