RTX 5090: Video zeigt massenhaften Umbau für KI-Server
Neue Videoaufnahmen zeigen, wie zahlreiche Exemplare der NVIDIA GeForce RTX 5090 in einer professionell organisierten Werkstatt zerlegt und für den Einsatz in KI-Servern umgebaut werden. Unter den Grafikkarten befinden sich Modelle von ASUS, Gigabyte und PNY sowie NVIDIAs eigene Founders Edition.
Die Aufnahmen wurden am 23. Oktober 2026 vom Hardwaremedium HKEPC auf X veröffentlicht. Darin ist eine umfangreiche Fertigungslinie zu sehen, in der Mitarbeiter die Gaming-Grafikkarten zerlegen und deren wichtigste Komponenten für speziell angefertigte Servermodelle weiterverwenden.
Video zeigt den Umbau der RTX 5090
Die Originalaufnahmen von HKEPC zeigen die verschiedenen Arbeitsschritte – von der Demontage der Kühlsysteme über das Entfernen der Grafikchips bis zur Fertigung kompakter Karten für KI-Server.
RTX 5090: Grafikchip und GDDR7-Speicher werden ausgebaut
In der Werkstatt entfernen die Mitarbeiter zunächst die ursprünglichen Kühlsysteme der Grafikkarten. Anschließend werden der GB202-Grafikprozessor und die GDDR7-Speicherbausteine mithilfe spezieller Maschinen von den Originalplatinen gelöst.
Die Komponenten werden danach auf eigens angefertigte Leiterplatten gesetzt und erneut verlötet. Abschließend erhalten die umgebauten Grafikkarten kompakte Kühlsysteme mit Radiallüftern.
Das Ergebnis sind Zwei-Slot-Grafikkarten, die sich besser für den dicht bestückten Betrieb in Servergehäusen eignen. Die Kühlsysteme sind darauf ausgelegt, die entstehende Wärme bei einer kompakten Anordnung der Grafikkarten abzuführen.
Nach dem Umbau werden die Karten auf ihre Funktion überprüft. Die ursprünglichen Gaming-Platinen und Kühler werden dabei nicht weiterverwendet.
Selbst NVIDIAs Founders Edition wird zerlegt
Bemerkenswert ist vor allem die Auswahl der verwendeten Hardware. Neben gewöhnlichen Partnermodellen befinden sich auch besonders hochwertige Grafikkarten unter den umgebauten Exemplaren. Dazu zählen Modelle der ASUS-ROG-Astral-Serie und NVIDIAs eigene Founders Edition.
Die RTX 5090 verfügt über 32 GB GDDR7-Speicher und basiert auf NVIDIAs Blackwell-Architektur. Ihre hohe Rechenleistung macht sie nicht nur für anspruchsvolle PC-Spiele, sondern auch für zahlreiche KI-Anwendungen interessant.
Durch den Umbau können die leistungsfähigen Grafikprozessoren in kompakteren Serverkonfigurationen eingesetzt werden, ohne auf die großen Kühllösungen der ursprünglichen Gaming-Modelle angewiesen zu sein.
Welche Auswirkungen hat der Umbau auf die Verfügbarkeit?
Die Aufnahmen erscheinen zu einem Zeitpunkt, an dem die RTX 5090 im regulären Handel vielerorts nur schwer erhältlich ist. Erst kürzlich hatte NVIDIA die Gerüchte über einen Produktionsstopp der RTX 5090 offiziell dementiert. Gleichzeitig waren Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit der High-End-Grafikkarte ein Thema.
Die zusätzliche Nachfrage nach leistungsfähiger Hardware für KI-Anwendungen könnte den Gaming-Markt weiter unter Druck setzen. Allerdings lässt sich anhand der Videos nicht feststellen, wie viele Grafikkarten insgesamt auf diese Weise umgebaut werden und welchen konkreten Einfluss diese Praxis auf die weltweite Verfügbarkeit hat.
Weitere Fragen wirft der mutmaßliche Standort der Werkstatt in China auf. Die reguläre GeForce RTX 5090 unterliegt amerikanischen Exportbeschränkungen. Für den chinesischen Markt existieren stattdessen angepasste Varianten.
Woher die zahlreichen Grafikkarten stammen und über welche Handelswege sie in die Werkstatt gelangen, ist bislang nicht bekannt.
Die Aufnahmen zeigen jedoch, dass NVIDIAs leistungsstärkste Gaming-Grafikkarte auch außerhalb des klassischen PC-Marktes ausgesprochen begehrt ist.
Quelle: HKEPC – Originalvideo auf X
