Resident Evil 7: The Last of Us sollte als Vorbild dienen

Resident Evil 7: The Last of Us sollte als Vorbild dienen

Resident Evil 7 hätte ursprünglich ein völlig anderes Spiel werden können. Der ehemalige Capcom-Manager Miguel Corti hat jetzt interessante Details über die Entwicklung des Survival-Horror-Hits verraten. Demnach orientierten sich frühe Konzepte stark an Naughty Dogs The Last of Us. Sogar bekannte Charaktere wie Leon S. Kennedy und Jill Valentine waren zeitweise für das Projekt vorgesehen.

The Last of Us beeinflusste die ursprünglichen Pläne

In einer ausführlichen Beitragsreihe auf Bluesky blickt Miguel Corti, ehemals Senior Manager of Global Production bei Capcom, auf die schwierige Entstehung von Resident Evil 7 zurück.

Nach Resident Evil 6 befand sich die Reihe in einer ungewöhnlichen Situation. Obwohl sich der sechste Hauptteil hervorragend verkauft hatte, fiel die Resonanz der Kritiker deutlich verhaltener aus. Gleichzeitig feierte Naughty Dog mit The Last of Us sowohl kommerziell als auch bei der Fachpresse große Erfolge.

Diese Entwicklung blieb bei Capcom nicht unbemerkt. Während sich die Reihe zuvor zunehmend an actionreichen Spielen wie Call of Duty orientiert hatte, sollte Resident Evil 7 nun eine wesentlich stärkere Handlung erhalten.

Laut Corti wollten die Entwickler insbesondere jene Anerkennung erreichen, die andere Spiele erhielten, obwohl diese teilweise selbst von Resident Evil beeinflusst worden waren. Deshalb sollten die frühen Entwürfe von Resident Evil 7 nicht nur erzählerisch anspruchsvoller werden, sondern auch deutlich stärkere Verbindungen zur bisherigen Seriengeschichte besitzen.

Leon Kennedy, Jill Valentine und HUNK waren im Gespräch

Besonders überraschend sind Cortis Aussagen über die ursprünglich geplanten Charaktere. Leon S. Kennedy sollte offenbar eine zentrale Rolle spielen. Darüber hinaus wurden weitere bekannte Figuren wie Rebecca Chambers, Jill Valentine und HUNK als mögliche Charaktere diskutiert.

Die Entwicklung durchlief allerdings zahlreiche unterschiedliche Konzepte. Corti zufolge änderten sich die Pläne so häufig, dass er irgendwann selbst den Überblick über die verschiedenen Versionen verlor.

Schließlich reorganisierte Capcom seine Entwicklungsabteilungen und entschied sich dazu, Resident Evil 7 vollständig neu auszurichten. Ein neues Team und ein neuer Director übernahmen die Entwicklung.

Aus den verworfenen Ideen entstand ein Survival-Horror-Hit

Mit dem Neustart rückte der klassische Survival-Horror wieder in den Mittelpunkt. Statt eines weiteren actionlastigen Abenteuers mit bekannten Serienhelden entstand ein deutlich persönlicheres Horrorerlebnis aus der Ego-Perspektive.

Das 2017 veröffentlichte Resident Evil 7 führte schließlich Ethan Winters und die berüchtigte Baker-Familie ein. Die beklemmende Atmosphäre, begrenzten Ressourcen und die Rückkehr zu den Horrorwurzeln unterschieden das Spiel deutlich von seinem Vorgänger.

Die Enthüllungen zeigen, wie grundlegend sich das Projekt während seiner Entwicklung verändert hatte. Die ursprüngliche Orientierung an The Last of Us war damit vor allem Teil einer frühen, letztlich verworfenen Entwicklungsphase.

Dass Capcom mit der Neuausrichtung der Reihe langfristig erfolgreich war, zeigt auch die Entwicklung der Nachfolger. Zuletzt sorgte Resident Evil Requiem mit beeindruckenden Verkaufs- und Umsatzzahlen für Schlagzeilen.

Quelle: Miguel Corti (Bluesky)

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